ZUKUNFTSGESCHICHTEN 
IN DER BEGEGNUNG

EIN PARTIZIPATIVES FILMKUNSTPROJEKT
VON MARTINA EBEL

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8 Kurzfilme von 8 Teams aus Bürger*innen und Künstler*innen sind 2021 im prozesshaften Dialog zwischen Bürger*innen und Künstler*innen entstanden. Die Bürger*innen als Ideengeber und die Künstler*innen als ihr Sinnesorgan. 


Rund 30 Geschichten, mit welchen sich die Aalener*innen beschäftigt haben, wurden nach einem öffentlichen Aufruf eingesendet. In intensiven Gesprächen haben sich die Künstler*innen über die eingereichten Themen ausgetauscht und kamen so zu der Auswahl der Teams. Einig waren sich alle: Große Dankbarkeit an alle, die Geschichten eingereicht haben!

Die Art und die Intensität der Zusammenarbeit fanden die Teams für sich selbst heraus. Auch welche Form und welches Filmformat benutzt wurde.
Die Offenheit machte den Charme des Projektes aus, konnten sich so die Kunst und das Leben aufeinander einstellen.

Die Filme erreichten im September 2021 die LED-Wand der Kreissparkasse Ostalb in Aalen, für die sie gedacht waren: Geschichten von den Bürger*innen inmitten ihrer Stadt.

Nach der Premiere werden die Kurzfilme über einen Zeitraum von drei Wochen bis 10. Oktober 2021 auf der LED-Wand der Kreissparkasse ohne Ton laufen. Darüber hinaus in Gesamtlänge (ca. 45 Minuten) jeweils um 12 Uhr und um 18 Uhr täglich.

Termine der Filme mit Ton – Sparkassenplatz, 73430 Aalen

 

  • Freitag, den 1.10.2021 um 18 Uhr

  • Mittwoch, den 6.10.2021 um 12 Uhr

  • Freitag, den 8.10.2021 um 18 Uhr – Dernière mit den Beteiligten

  • Samstag, den 9.10.2021 um 10 Uhr


Im Oktober und November 2021 werden die Filme einzeln im Kino am Kocher im Kulturbahnhof Aalen als Vorfilme gezeigt.

Kinofilm-Zuordnung im Oktober (Änderungen vorbehalten)

 

  • Toubab (läuft ab 7.10.) – Vorfilm: "Vom Abschnitt zum Einschnitt" 

  • Trans-I Got Life (ab 15.10.) – Vorfilm: "Ist es vorbei, wenn ich aufwache?" 

  • Wem gehört mein Dorf (ab 16.10.) – Vorfilm: "Entfremdung" 

  • Notes Of Berlin (ab 21.10.) – Vorfilm: "Das Rad des Lebens" 

  • The Sunlit Night (ab 28.10.) – Vorfilm: "Tanz mit deiner Einsamkeit" 

Alle Kurzfilme entstanden für das Filmkunstprojekt „Im Auge des Orkans“. 
Das Projekt wurde gefördert von Fonds Soziokultur aus den Programmen der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und NEUSTART KULTUR.


Es entstand in Zusammenarbeit mit dem Aalener Künstlerkollektiv und wurde ermöglicht durch die Kreissparkasse Ostalb, die Stabstelle für Chancengleichheit, demographischen Wandel und Integration, das Kulturamt der Stadt Aalen und die Katholische Betriebsseelsorge Aalen.

 

Herzlichen Dank!!

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  • YouTube

IM AUGE DES ORKANS
Gesamtdauer 38.05 Minuten – zu sehen auf unserem YouTube-Kanal. Klicken Sie auf den Button.

Hier möchten wir die einzeln entstandenen Filme der Teams aus Bürger*innen und Künstler*innen vorstellen:

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Vom Abschnitt zum Einschnitt
Kurzfilm von Jakob Arold

3.55 Minuten


Der auf einem alten Dachboden gedrehte Kurzfilm zeigt Handlungen des Protagonisten Samuel Türksoy, welcher das Schicksal über eine Situation spielt und hiermit einen Lebensabschnitt zum Einschnitt werden lässt. Das abstrakte Verhalten wird in ausschließlich einer Einstellung gezeigt und übermittelt verschiedenste Elemente, welche durch die Gespräche mit der Filmpartnerin ihren Platz in der Produktion gefunden haben. Stille Filmmomente treffen auf laute und hastige Situationen, bis hin zur visuellen Überforderung durch Bild-in-Bild Aufnahmen.

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Perspektivwechsel
Kurzfilm von Andreas Böhm

ca. 3 Minuten


Im Kreis bewegt sich das Karussell.

Der Kopf kreist, die Schere schippschnappt.

Metaphorische Bilder versuchen ein Umdenken anzuregen, einen Perspektivwechsel herbeizuführen, während sie um die zentrale Frage kreisen: „Warum fällt uns Verzicht so schwer …?“

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Tanz mit Deiner Einsamkeit
Kurzfilm von Martina Ebel, in Zusammenarbeit mit Verónica Gónzales und Britta Gutbrod

5.58 Minuten


Basierend auf gemeinsamen Gesprächen entstand ein Film um die Themen: Abgeschlossenheit, Tanz mit Dingen, Schlager und Hausarbeit, Luft, Atem, Aggregatzustände, Musik, Sprache, Berührung.

Die Klammer bildet ein Lied – „Océano“ von Verónica Gonzáles um den Tanz von Britta Gutbrod. Schwere und Leichtigkeit.

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„Ignor.“ - Betrifft uns doch eh nicht
Kurzfilm von Julius Eiberger und Anselm Forcht

3 Minuten


Die Eröffnung des Films beschreibt zwei Personen in einem Raum. Diese leben einen unbekümmerten Lebensstil, welcher durch Chips, Softdrinks und andere, dick in Plastik verpackte Lebensmittel, dargestellt wird. Die Protagonist*innen belustigen sich an Menschen in schwierigen Umweltsituationen, ohne sich dabei über ihren ökologischen Fußabdruck im Klaren zu sein. Fest in der Meinung, „Betrifft uns doch eh nicht“.

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Einer halte des anderen Mund
Kurzfilm von Bruno Nagel

4.28 Minuten


Der Film besteht aus 24 Bildmotiven und pendelt zwischen Landleben und Stadtluft. Mit meiner Bürgerpartnerin Nicoletta haben wir uns bei Spaziergängen und Gesprächen gegenseitig inspiriert und fanden genug Themenstoff, den wir dann in den meisten Einstellungen gemeinsam umgesetzt haben. Themen wie Entschleunigung, Unsicherheit im Alltag, Reduzierung auf das eigene Selbst, wurden mit Humor und einem Hauch von surrealem Leichtsinn mit einer Handycam abgedreht.

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Ist es vorbei, wenn ich aufwache?
Trickfilm von Silke Schwab

5 Minuten


Aus einem Bogen weißem und einem Bogen schwarzem Papier entstehen viele kleine Papierschnitte. Inspiriert von der vereinfachten Darstellung des Spike-Protein des Corona Virus wandelt sich die Form im Laufe des Trickfilms zur Silhouette von Figuren und Körpern, zu Fischen im Aquarium, Kerzen, Tränen, Schweißtropfen und Eiskristallen.
Eine junge Frau, die in den Strudel der Covid-19 Pandemie gezogen wird und langsam versucht wieder herauszukommen, resümiert ihre persönlichen Erlebnisse von Frühjahr 2020 bis zum Sommer 2021.

Der Kurzfilm stellt grafisch ihre Geschichte dar - in tiefem Bewusstsein menschlicher Verwundbarkeit und doch voller Hoffnung.

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Entfremdung
Kurzfilm von Ines Tartler

3.01 Minuten


Der in einer Einstellung gedrehte Kurzfilm zeigt die Künstlerin in verfremdeter Nahaufnahme in ihrem Atelier. Der Prozess innerhalb des Filmprojektes endet für Ines Tartler in der Vereinzelung; als Ich-Erzählerin versucht sie sich assoziativ in die in der Luft hängenden Themen zwischen sich und ihren Projektpartnern zu begeben – entfremde ich mich selbst oder werde ich entfremdet? Und so bewegt sich der Kurzfilm im Fremdwerden und Fremdsein, in Selbst- und Fremdwahrnehmungsprozessen und der Möglichkeit der Entfremdung zu entkommen.

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Das Rad des Lebens
Ein Film von Andreas Welzenbach

5 Minuten


Inspiration: Felicitas Vogt-Herr
Realisierung: Andreas Welzenbach und Carolin Schmid
Objekte aus dem Besitz der Projektpartnerin, ergänzt um Zitate, persönliche Fragen und weitere Elemente werden zu Requisiten für eine modellhafte Aufnahmesituation. Wie aus der Perspektive einer Helmkamera fährt man scheinbar zwischen ihnen hindurch, während sie einem in Wirklichkeit auf einer Drehscheibe entgegen kreisen. In der Abfolge der
Requisiten entstehen so einzelne Stationen eines Lebens. Durch eine perfekte Choreografie des Aufsetzens und Wegnehmens der Objekte auf die rotierende Scheibe wurde die Fahrt als One-Shot-Film aufgenommen – ungeschnitten, wie das eigene Leben. So entsteht ein Parcours bei dem man nie weiß, was Einen auf dem Weg bis zum Ende als Nächstes erwartet.

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Die Künstler*innen

Wir möchten uns hier kurz vorstellen

und einen Einblick in unsere Arbeit geben.

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Jakob Arold

Jakob Arold (*1994 in Aalen) ist Musiker, Komponist, Maler, Tontechniker und Grafiker.

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Andreas Böhm

Andreas Böhm (*1958 in Friedberg/Bayern) ist gelernter Fotograf und lebt seit 1986 in Aalen, wo er frei arbeitet. 

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Martina Ebel

Martina Ebel (*1960 in Karlsruhe) studierte an der Kunsthochschule Hamburg und lebt und arbeitet seit 1990 in Aalen.

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Julius Eiberger &

Anselm Forcht

Die beiden jungen Talente beschäftigen sich schon länger mit Film und Fotografie.

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Bruno Nagel

Bruno Nagel (*1960 in Geislingen an der Steige) arbeitet seit 1984 als Künstler – heute mit Atelier in Hohenstaufen.

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Silke Schwab

Silke Schwab (*1979 in Backnang) studierte an der Kunstakademie Stuttgart und arbeitet als Künstlerin, Kuratorin und Kunsterzieherin.

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Ines Tartler

Ines Tartler (*1969) studierte an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam und ist seit 1995 als Bildende Künstlerin tätig.

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Andreas Welzenbach

Andreas Welzenbach (*1965 in Aalen) studierte Bildhauerei in Karlsruhe und stellt seit 1996 in ganz Deutschland aus.

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Filmkunstprojekt-Blog

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Projektpartner:

  • Aalener Künstlerkollektiv

  • Amt für Kultur und Tourismus

  • Stabstelle für Chancengleichheit und demografischen Wandel

  • Katholische Betriebsseelsorge

Mit freundlicher Unterstützung von:

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Das Filmkunstprojekt IM AUGE DES ORKANS von Martina Ebel wurde durch Neustart Kultur, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Fonds Soziokultur gefördert.

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